Im Kanarischen Archipel ist Fuerteventura die Bade- und Surfinsel schlechthin. Keine andere der
Nachbarinseln kann es in puncto Strände mit ihr aufnehmen. Kilometerweit säumen goldgelbe
Sandstreifen die Küste, insgesamt auf 55 Kilometer Länge. Der Tourismus konzentriert sich in
quirligen Ferienorten. Dafür ist abseits der Küste das Hinterland fast menschenleer, ein Umstand,
den vor allem Naturfreunde und Wanderer zu schätzen wissen. Und das Schöne ist, dass Bade- und
Wanderferien ideal miteinander verknüpft werden können. Für einen reinen Strandurlaub ist Fuerte
viel zu schade. An den bizarren, von Wellen und Wind angenagten Steilküsten, die sich mit
weitläufigen Stränden und Dünenlandschaften wie aus der Sahara zu einem überaus facettenreichen
Landschaftsbild ergänzen, lassen sich stundenlange Exkursionen unternehmen. Das ursprüngliche
Hinterland hält mit grünen Palmenoasen und sich im Wind drehenden Mühlen lohnende Ziele bereit. Und
natürlich gibt es auch etliche Panoramagipfel zu erklimmen, etwa die von den Ureinwohnern als
heilig verehrte Montaña Tindaya oder den Vulkankrater Calderón Hondo im ausgebrannten Lavafeld von
Lajares. Alles in allem eine mehr als ausreichende Tourenauswahl, um damit spielend ein oder zwei
abwechslungsreiche Wanderwochen zu gestalten. Die meisten der 30 in diesem Führer von Rolf Goetz
vorgestellten Routen stellen keine allzu großen Anforderungen an den Wanderer.