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Fuerteventura Reisebeschreibung
von Schauinsland Reisen

Landschaftliche Besonderheiten
Die zweitgrösste und älteste der kanarischen Inseln ist fast 100 km lang und zwischen 5 und 30 km breit. Nicht einmal 100 km trennen Fuerteventura vom afrikanischen Festland. Die Landschaft der Insel ist durch den Vulkanismus geprägt, was man heute noch z.B im Norden der Insel an den "Calderas"(Vulkankegel) bei Pozo Negro oder an den aus Lava entstandenen dunklen Sand- und Kiesstränden z.B. Tarajalejo und Gran Tarajal sehen kann. Die 144 offiziell registrierten Sandstrände sind jedoch überwiegend weiß und goldgelb entstanden aus dem Kalk von Meerestieren und nicht wie so oft erzählt wird aus der Sahara herübergeweht. Die höchste Erhebung der Insel ist der "Pico de la Zarza" mit 807 Metern. Die meisten Strände liegen an der Osttküste, also der Afrika zugewandten Seite. Die Westküste ist bergig und zerklüftet.

Klima
Das kanarische Klima wird in erster Linie durch den Atlantischen Ozean, die Passatwinde und die teils beträchtlichen Höhenunterschiede beeinflusst. Niederschläge sind im allgemeinen wenig zu verzeichnen. Die Kanaren gelten als "Inseln des ewigen Frühlings" mit Durchschnittstagestemperaturen im Winter von 22 Grad und im Sommer von 27 Grad, wobei in den Wintermonaten im Süden der Insel auch nicht selten Tagestemperaturen von 28 Grad erreicht werden. Die Wassertemperatur schwankt zwischen 18 Grad im Winter und 23 Grad im Sommer und lädt somit das ganze Jahr zum Baden ein. Auf Fuerteventura weht zudem immer ein für die Insel typischer Wind, so dass man es auch an den wärmeren Tagen sehr gut aushalten kann. Trotz der guten Klimaverträglichkeit verfügt die Sonne in diesen Breitengraden über eine sehr starke Strahlungsintensität. Es ist deshalb ratsam, in den ersten Tagen der Eingewöhnung eine schützende Kopfbedeckung zu tragen, regelmäßig Sonnencreme zu verwenden und in den Mittagsstunden schattige Plätze aufzusuchen.

Einreisebestimmungen
Deutsche Staatsangehörige können mit Reisepass oder Personalausweis nach Spanien einreisen. Für Kinder bis zum vollendeten sechzehnten Lebensjahr ist die Einreise mit Kinderausweis oder mit Eintragung in den Reisepass eines Elternteils möglich. Der vorläufige Personalausweis/Reisepass wird anerkannt. Alleinreisende Minderjährige sollten eine Vollmacht der Eltern (möglichst mit spanischer Übersetzung) mit sich führen.

Deutsche Vertretung/Botschaft/Konsulat
Deutsche Botschaft Vertretung auf Gran Canaria: C/Albareda3 2.Etage Las Palmas Stadt Sprechzeiten: MO-FR 09.00 Uhr - 12.00 Uhr Tel. 0034 - 928-491880 Fax.0034 - 928-262731

Sprache
Spanisch, majojero (Fuerteventuras typischer einheimischer Dialekt), deutsch, englisch.

Zeitverschiebung
MEZ - 1 Stunde

Landesvorwahl nach
Deutschland: 0049 und Ortsvorwahl ohne 0 wählen. Nach Österreich: 0043 und in die Schweiz 0041 sowie die Ortsvorwahl ohne 0 wählen.

Landesvorwahl von
Von Deutschland: 0034(Spanien) 928 (Fuerteventura)

Mobiltelefon
Auf der gesamten Insel ist die Mobilfunkabdeckung sehr gut. Mit einem deutschen Handy hat man die Möglichkeit unter verschiedenen Netzen zu wählen wie z.B. Movistar, Airtel, Amena. Voraussetzung hierfür ist, dass das Handy für die Benutzung im Ausland freigeschaltet ist. Bitte informieren Sie sich über die aktuellen Bedingungen und Tarife bei Ihrem Telekommunikationspartner vor Abreise in Deutschland.

Gesundheitsbestimmungen
Impfungen sind für die Einreise auf die kanarischen Inseln nicht erforderlich. Arztpraxen gibt es in allen größeren Ferienorten. Das Krankenhaus befindet sich in Puerto del Rosario. Apotheken heißen " Farmacia " und sind mit einem grünen oder roten Malteserkreuz gekennzeichnet.

Währung
Euro

Stromspannung und Adapter
Allgemein 220 Volt. Achten Sie trotzdem auf entsprechende Hinweise im Badezimmer. Für den Fall, dass Ihr Stecker nicht passt, erhalten Sie Adapter in den Supermärkten.

Sicherheitshinweise
Verzichten Sie darauf Ihre Wertsachen und große Geldbeträge mit sich herumzutragen; deponieren Sie diese im Hotelsafe. Allzu sorgloser Umgang mit Handtaschen, Brieftaschen, Kameras etc. sollte vermieden werden. Meiden Sie nachts abgelegene Straßen und Strandabschnitte. Von allen wichtigen Dokumenten sollte man Kopien machen und diese mit einem Sicherheitsgeldbetrag getrennt von der Reisekasse und den Originaldokumenten aufbewahren.

Verkehrsmittel
Die Strassen auf Fuerteventura sind gut ausgebaut und beschildert und die Insel lässt sich gut mit dem Pkw erkunden. Aber Achtung: einige abgelegene Teile der Insel sind nur mit dem Geländewagen erreichbar und dürfen auch nur mit geländegängigen Jeeps befahren werden. Diese sogenannten Pisten sind in den Strassenkarten aber separat ausgewiesen. Zahlreiche Verleihfirmen bieten Leihwagen und Motorräder an, man sollte jedoch immer auf gute Austattung, Zustand der Fahrzeuge und ausreichenden Versicherungsschutz achten. Ein dichtes Busnetz überzieht die gesamte Insel an das auch die Ferienzentren angeschlossen sind. Außerdem kann man überall Taxen bekommen. Fast alle rechnen per Taxameter ab und sind auf den Kanaren recht preiswert.

Ausflugstipps
Um sich einen Gesamtüberblick über die Insel zu verschaffen bietet sich immer eine Inselrundfahrt an. Diese kann man entweder auf eigene Faust mit einem Leihwagen unternehmen oder organsiert über die Reiseleitung buchen. Sehr beliebt sind auch Ausfluge zu Wasser. Z. B. mit dem großen Katamaran " Magic " auf dem man mit bis zu 23 Knoten durch den Atlantik vor der Küste auf einem Tagesausflug kreuzen und die schönsten Strände von der Meeresseite entdecken kann. Eine andere beliebte Mini-Tages-Kreuzfahrt ist die wunderschöne 3 Insel Tour: Mit dem Glasbodenboot steuert man von Corralejo aus Lanzarote an und hat hier die Möglichkeit, an den weltberühmten Papagayostränden zu baden. Weiter geht es dann zur Naturschutzinsel Lobos und dann wieder zurück. Im Norden der Insel haben Sie die Möglichkeit, an Vulkanwanderungen teilzunehmen. Von Lajaras wandert man Richtung Corralejo und passiert dabei fünf Krater und genießt eine tolle Aussicht auf die umliegende Bergwelt, kleine Dörfer und die gelben Dünen. Oasis Park ( bei Tarajalejo): Exotischer Tierpark mit Krokodilschau, Reptilien, exotischen Vögeln, Kamelreservat, botanischer Garten, Kakteengarten.

Baden und Erholung
Die Insel Fuerteventura hat sicherlich die besten und ausgedehntesten Strände des Archipels. Viele ihrer 340 km Küste sind Strände mit schneeweißen Sand und türkisfarbenem Wasser, die zum Teil noch einsam und unberührt sind. Der Reichtum an Stränden ermöglicht es hier, dass man das Meer noch ungestört geniessen kann und man selbst an so berühmten Stränden wie dem "Sotavento de Jandia" (im Südwesten der Insel) auf vielen Kilometern nur wenigen Leuten begegnet. Beste Voraussetzungen für einen Badeurlaub bietet die weitgeschwungene Bucht der "Costa Calma" mit einem flach ins Meer abfallenden Strand, von welchem aus man bei Ebbe die Möglichkeit hat am Strand stundenlang bis Jandia zu laufen. Die "Playa de Jandia " ist 20 km lang und zählt zu den schönsten Stränden Europas. Restaurants und Geschäfte und Cafes säumen die Uferpromenade. Ein idealer Strand für einen Familienurlaub ist die feinsandige flach ins Meer abfallende "El Castillo Bucht " mit türkisblauem Wasser und den vielen schönen Hotelanlagen die sich um diese Bucht und den Hafen gruppieren. Ein weiterer Traumstrand befindet sich in Corralejo an der Nordküste. Hier findet man einen kilometerlangen, weissen, imposanten Dünenstrand, die " Dunas de Corralejo", ein Paradiesnicht nur für Strandläufer.

Trinkgeld
Wenn Sie mit dem Service zufrieden sind, freuen sich Zimmermädchen,Servicepersonal oder Kellner über ein kleines Trinkgeld. Üblich sind 5-10%.In spanischen Restaurants bekommt der Gast die Rechnung auf den Tisch gestellt und kann so in Ruhe über das Trinkgeld entscheiden.

Kleidung
Leichte Baumwollkleidung. Für kühlere Abende empfiehlt sich die Mitnahme einer leichten Jacke.

Sport
Auf Fuerteventura bieten sich optimale Voraussetzungen für viele Wassersportarten. Der König unter ihnen ist jedoch das Windsurfen, was jährlich Tausende von Surfbegeisterte nach Fuerteventura zieht, die davon überzeugt sind, sich an einem der besten Orte weltweit zur Ausübung dieses Sports zu befinden. Der Strand von Jandia war deshalb schon mehrmals Austragungsort der Weltmeisterschaften. Auch das Kitesurfen ist hier mittlerweile sehr beliebt. Sehr gute Voraussetzungen zum Wellenreiten bietet die Bucht von La Pared an der Westküste. Da das Wasser rund um die Insel kristallklar ist und die Meeresfauna eine grosse Vielfalt bietet, laden viele Plätze auch zum Tauchsport ein. Zum Baden ist dieser Strand allerdings nur für geübte Schwimmer zu empfehlen. Desweiteren kann man Stunden an kilometerlangen Traumstränden joggen. Ein neuer 18 Loch Golfplatz mit angeschlossenem Club befindet sich in El Castillo.

Essen
Die Küche auf den Kanaren mit ihren Spezialitäten ist vielfältig und hat fantastische Gerichte zu bieten. Eine Spezialität der Insel sind die verschiedenen Fischsorten wie z.B. der" Vieja". Der bekannteste Fisch ist ganz weiß und zart und wird in allen Arten zubereitet und schmeckt immer köstlich. Zum Essen werden meistens kleine, hutzelige Kartoffeln serviert mit einer salzigen Schale die man mitißt. Das sind die "papas arrugadas", in Salzwasser gekochte Pellkartoffeln. Dazu wird die ebenso typische "Mojo" gegessen ; eine Soße aus grobem Salz, Öl, Paprika, Kräutern und viel Knoblauch. Eine weitere Spezialität ist das "Canejo Salmorejo", zartes Kaninchen in Weißweinsoße mit viel Pfeffer und Knoblauch. Zu jedem guten Essen gehören die typischen Vorspeisen die man aber auch zu einer vollen Mahlzeit zusammenstellen kann: Die "Tapas". Es gibt spezielle Tapas-Bars, die Ziegenkäse (Spezialität der Insel), Oliven, den wunderbaren Schinken "jamon serrano" servieren, dazu "papas arrugadas" mit "mojo", Calamares in Knoblauch, kleine Fische, "pimiento frito", gebratene Pfefferschoten, Tortilla Stücke und vieles mehr... Wem das noch nicht reicht, der sollte unbedingt das köstliche Dessert "Musse de Gofio" probieren. Eine Masse aus Gofio (gemahlenem Mais) und Zuckerrohrhohnig. Dieses Nougat wird angefertigt zu flachen Törtchen, befestigt mit Bananenstaudenstreifen und Oblaten.Guten Appetit!!

Unterhaltung
In den Hauptferienorten Jandia, Costa Calma, El Castillo und Corallejo bieten sich viele Unterhaltungsmöglichkeiten. Die Orte verfügen über Restaurants, Bars, Cafes, Pubs, Discos, Geschäfte und Supermärkte. Die Hotels, die außerhalb liegen, bieten oft ein eigenes abendliches Unterhaltungsprogramm. Meist werden hier Shows mit Tanz und Musik, Bingo und Spielshows angeboten.

Post
Postämter finden Sie in Corralejo, Morro Jable, Gran Tarajal und Puerto del Rosario.Öffnungszeiten wochentags: 09.00-13.00 Uhr, Samstag und Sonntag geschlossen. Fast alle Hotelrezeptionen nehmen Ihre Post zur Beförderung entgegen. Der Portopreis für den Luftpostverkehr für eine normale Postkarte beträgt 55 Cent.

Unsere Vertretung
Viajes Canarias Europa S.L. C./ Maria Estrada No. 23. Local 1 35600 Puerto del Rosario Fuerteventura Tel. 0034-928-163727 Fax.0034-928-163982

Anmerkung: Alle Angaben sind unverbindlich und können ggfs. Änderungen unterliegen.

 

Essen und Trinken: die kanarische Küche
2004-08-11 14:04:49
Die traditionelle Küche der Kanaren ist einfach und gut. Aus der Armut entstanden verbindet sie heute Einfallsreichtum mit Schlichtheit. In vergangenen Zeiten konnte man es sich nicht leisten etwas anderes als nur lebensnotwendige Nahrungsmittel importieren zu lassen. Für eine ausgeprägte Viehzucht fehlte zudem das Weideland, doch wurde schon immer eine Viehlzahl von Obst und Gemüse angebaut.
 
Leckereien der kanarischen Küche.
Foto: Tourspain
Traditionelles Grundnahrungsmittel der Kanaren ist seit Jahrtausenden das sogenannte gofio, ein Mehl aus gerösteten Mais-, Weizen- oder Hirsekörnern. Schon die Guanchen, die Ureinwohner der kanarischen Inseln, verstanden es, aus dem hellbraunen Pulver Speisen der verschiedensten Geschmacksrichtungen zu kochen. Speziell auf dem Land ist es auch heute noch fester Bestandteil der Hauptmahlzeiten. Meist wird es als pelle serviert, einer brotartigen Masse aus gofio, die in Scheiben geschnitten wird. Empfehlenswert ist besonders gofio escalado, eine dünne Fischsuppe mit Kräutern und Kartoffeln, die durch das beigemischte gofio zu einem sämigen Brei angedickt wird.

Mittlerweile beherrschen frischer Fisch und Meeresfrüchte die Speisekarten der Restaurants. Die Zubereitung wurde stark von den spanischen Einwanderern geprägt, da die Guanchen eher schlechte Fischer waren. Die bissfesten Fische, die in den kanarischen Gewässern gefangen werden, werden meist nur in Olivenöl gebraten und dann mit mojo serviert. Dabei handelt es sich um eine weiteres lokale Spezialität. Die pikante Sauce darf bei keinem kanarischen Essen fehlen. Des weiteren unterscheidet man zwischen mojo rosso, aus roter Peperoni, Öl und Knoblauch und mojo verde, der mit grüner Peperoni und viel Petersilie zubereitet wird. Beide Tunken sind sehr scharf und werden zu Fisch- und Fleischgerichten gereicht.

Man isst sie ebenfalls zu den papas arrugadas, einer klassischen Beilage, die zum populärsten Touristensnack avancierte. Übersetzt bedeutet dies etwa „verschrumpelte Kartoffeln“. Sie sind eine besondere Züchtung, die außen sehr dunkel und innen sehr gelb ist. Die Kartoffeln werden in einer Salzlake gegart und immer mit der Schale gegessen. 

Beliebt sind auch Suppen und Eintöpfe, in denen alles zusammen kommt, was die Kanaren zu bieten haben. Probieren sollte man unbedingt den potaje canario, eine kräftige Gemüsesuppe mit Mais, Kichererbsen und Kartoffeln und den potaje de berros, einen milden Kresseeintopf, in dem Speck, Kartoffel und Kürbis eingekocht werden.

Derart gutes Essen muß natürlich auch mit einem guten Nachtisch abgerundet werden. Aus dem Reichtum an Früchten ergeben sich hier schier endlose Variationen. Daneben ist auch flan – ein Karamellpudding - sehr beliebt. Höhepunkt der kanarischen Desserts ist jedoch bienmesabe. Eine Nachspeise aus Eigelb, Mandeln, Honig und Limonen, die ins Deutsche übersetzt „ es schmeckt mir gut“ heißt.



Quelle: pairola-media
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